Die Zusammensetzung der deutschen Regierung

Noch nicht lange ist es her, dass die letzten Wahlen zum Bundestag stattfanden. Am 27. September 2009 trieb es wieder über 44 Millionen Wähler an die Urnen, um das politische Geschehen in Deutschland selbst mitzubestimmen. Schnell zeichneten sich erste Tendenzen ab, die sich letzten Endes dann auch bestätigten. Die Wahl brachte die CDU/CSU als klaren Sieger hervor, die gemeinsam 239 Sitze im Bundestag erhielt.

Die SPD musste die größte Niederlage während ihres Bestehens einstecken, da sie drastisch an Wählern verloren hatte und schließlich nur 146 Sitze im Bundestag erhielt. Die FDP konnte sich 93 Sitze sichern und ist mit der CDU/CSU eine Koalition eingegangen. Die weiteren Parteien im 17. Bundestag sind „Die Linke“ mit 76 Sitzen und „Bündnis 90/Die Grünen“ mit 68 Sitzen.

Das Staatsoberhaupt - Die Kanzlerin

Angela Merkel ist die erste Bundeskanzlerin Deutschlands und ist seit dem 22. November 2005 im Amt. Sie regierte während einer großen Koalition mit der SPD. Ihr Erfolg im Amt wurde nun bestätigt, da sie nach der Einigung der CDU/CSU und FDP auf einen Koalitionsvertrag für die kommende Legislaturperiode erneut zur Kanzlerin gewählt wurde. Seit 28. Oktober 2009 ist sie nun im Amt bestätigt.

Die Zusammensetzung des Bundeskabinetts

Das Bundeskabinett besteht aus 15 Bundesministern. Guido Westerwelle, der Vorsitzende der FDP, übernimmt als Minister das Auswärtige Amt. Gleichzeitig ist er als Stellvertreter der Bundeskanzlerin eingesetzt und ist somit Vizekanzler. Ronald Pofalla von der CDU wurde als Bundesminister für besondere Aufgaben eingesetzt und ist somit der Chef des Bundeskanzleramtes.

Das Bundesministerium des Innern wurde von Thomas de Maizière von der CDU übernommen. Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) wurde das Justizministerium übertragen. Dieses Amt hatte sie bereits früher einmal während einer Regierung unter Helmut Kohl inne. Wolfgang Schäuble von der CDU ist ab sofort für das Bundesministerium für Finanzen zuständig. Bereits seit 1984 ist Wolfgang Schäuble Bundesministerium in verschiedenen Ämtern. Zuletzt war er in der ersten Merkel-Regierung als Bundesminister des Innern eingesetzt. Rainer Brüderle ist zukünftig für das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie zuständig. Er war bereits Mitglied mehrere Kabinette, unter anderem zweimal unter Beck und unter Vogel, Wagner und Scharping.

Franz Josef Jung übernimmt das Bundesministerium für Arbeit und Soziales. Er war bereits im ersten Merkel-Kabinett eingesetzt, damals als Bundesminister der Verteidigung. Ilse Aigner wird Ministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz. Sie erhielt das Ministeramt bereits während der ersten Amtsperiode von Angela Merkel, nachdem Horst Seehofer aus dem Amt ausgeschieden war, und wurde kürzlich erneut in ihrem Amt bestätigt.

Das Verteidigungsministerium wurde von Karl-Theodor zu Guttenberg von der CSU übernommen. Er wurde während des Kabinetts Merkel I der Nachfolger für Michael Glos im Ministerium für Wirtschaft und Technologie. Ursula von der Leyen wurde erneut in ihrem Amt als Ministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend bestätigt.

Philipp Rösler wurde Gesundheitsminister. In der ersten Merkel-Regierung übernahm er das Wirtschaftsministerium von Walter Hirche. Peter Ramsauer von der CSU wurde der Minister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung. Norbert Röttgen ist als Umweltminister eingesetzt. Annette Schavan beschäftigt sich in der Regierung Merkel II mit der Bildung und Forschung. Dirk Niebel von der FDP wurde Minister für die wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.